Regionaler Fonds für Dreieckskooperation mit lateinamerikanischen und karibischen Partnern

Kurzbeschreibung des Projekts

Name: Regionaler Fonds für Dreieckskooperation mit lateinamerikanischen und karibischen Partnern
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Region: Lateinamerika und Karibik
Laufzeit: 2010 – 2025

Ausgangspunkt

Dreieckskooperationen (DEK) sind gemeinsam geplante, finanzierte und durchgeführte Projekte zwischen  

(I) einem begünstigten Partner, der Unterstützung bei der Bewältigung einer konkreten Entwicklungsherausforderung angefragt hat und bei dem es sich um ein Entwicklungsland entsprechend der Länderliste des OECD-DAC (das heißt ein ODA-fähiges Land) handelt,  

(II) einem Hauptpartner, der über einschlägige Erfahrung im eigenen Land bei der Bewältigung der Herausforderung verfügt, und zwar in einem ähnlichen Kontext wie im Empfängerland, und der seine finanziellen Ressourcen, Wissen und Expertise teilt, und  

(III) einem unterstützenden Partner bzw. Fazilitator, der dabei helfen kann, die anderen Partner zu verbinden, sowie diese Partnerschaft finanziell und/oder mit fachlicher Expertise unterstützt.  

Die Rollen sind dabei nicht fest an bestimmte Länder gebunden, sodass jeder der beteiligten Partner sowohl Begünstigter als auch Wissensträger oder Unterstützer sein kann. Außerdem muss die Zahl der Länder nicht auf drei beschränkt sein. Interregionale Dreieckskooperationsprojekte zwischen lateinamerikanischen Partnern und Ländern in Asien, Afrika und dem Nahen Osten werden ebenfalls gefördert. 

Im Kontext der sich stetig wandelnden internationalen Zusammenarbeit ist die Dreieckskooperation eine innovative Kooperationsmodalität, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. DEK-Projekte bieten flexible und kontextspezifische Lösungen für konkrete Entwicklungsherausforderungen der beteiligten Länder und stärken die Zusammenarbeit zwischen Partnern, die normalerweise nicht zusammenarbeiten. Dazu gehören auch der Privatsektor, die Zivilgesellschaft und wissenschaftliche Akteure (Multi-Stakeholder-Partnerschaften). DEK zeigt nicht nur auf Projektebene Wirkung, sondern stärkt auch Partnerschaften im Sinne des SDG 17 der Agenda 2030 und trägt damit explizit zur gemeinsamen Verwirklichung der globalen und nachhaltigen Entwicklungsziele bei. 

In dem Maße, in dem die Partner ihr Wissen teilen, werden die Horizontalität der Beziehungen und das Vertrauen zwischen den Ländern gefördert und gestärkt. Durch die Nutzung der komplementären Stärken der Partner und gegenseitige Lerneffekte bietet die Dreieckskooperation auch einen Mehrwert gegenüber bilateralen Projekten. Durch die Kombination von Unterstützung bei der Durchführung von DEK-Projekten, der Entwicklung von Managementkompetenzen und der Förderung des politischen Dialogs leistet der Regionale Fonds einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung und konzeptionellen Weiterentwicklung der Modalität.  

Ziel

Die Dreieckskooperation in der Region Lateinamerika und Karibik für nationale und globale Entwicklung ist gestärkt

Vorgehensweise

Der Regionale Fonds wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und fördert seit 2011 Dreieckskooperationen. Der Regionale Fonds wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und fördert seit 2011 Dreieckskooperationen. Er arbeitet auf Anfrage der begünstigten Partner über zweimal jährliche Ausschreibungsrunden konzentriert sich auf die Förderung von DEK mit Ländern und multilateralen Partnern „in“ und „mit“ Lateinamerika und der Karibik. Auch Projekte mit Partnern anderer Regionen können gefördert werden. Thematische oder sektorale Einschränkungen gibt es nicht.

Die Kernaktivitäten des Projekts sind die Durchführung von DEK-Projekten, die strategische Kompetenzentwicklung und die Förderung des politischen Dialogs.

Zu den Partnern gehören die Kooperationsagenturen der Partnerländer, sektorale Organisationen sowie staatliche Institutionen, der Privatsektor, zivilgesellschaftliche Organisationen, Wissenschaft und internationale Organisationen.